Jürgen Klopp ist seinem Ruf als Heißsporn wieder einmal gerecht geworden. Bei der Niederlage gegen Mönchengladbach musste er auf die Tribüne.
Der 21-Jährige unterstrich gegen Dortmund auf ganzer Linie, warum der FC Barcelona ihn unbedingt unter Vertrag nehmen will. Noch ist nichts offiziell, aber hinter den Kulissen scheint bereits alles klar. An einem spannenden Nachmittag im Signal-Iduna-Park bekam er 25 Schüsse auf seinen Kasten. 13 direkt aufs Tor.
Erlösender Treffer will nicht fallen
Davon hielt der Gladbacher Keeper 92 Prozent, was im Umkehrschluss die 1:2 (0:2)-Niederlage des BVB besiegelte. Denn Dortmund nutzte seinen Chancen zu keiner Zeit konsequent. Zudem tat sich der Vizemeister mit dem Pressing des Gegners schwer, der deutlich mehr Zweikämpfe (84) als die Hausherren (67) gewann.
"Ich bin (intern) bereit, der Mannschaft Vorwürfe zu machen, wenn ich das Gefühl habe, das war zu wenig. Das war es heute nicht", meinte Klopp nach der nächsten Pleite gegen die "Fohlen", die den BVB bereits im Hinspiel in Mönchengladbach geschlagen hatten. Aber viel zu kritisieren hat der Trainer nicht.
Seine Mannschaft spielte gefällig nach vorne mit schnellen und sicheren Kombinationen. Was fehlte, war letztendlich ein erlösender Treffer, welchen letztendlich die Gladbacher erzielten. Zwei Chancen nutzten Raffael (31.) und Max Kruse (40.) eiskalt zur 2:0-Führung aus, während der BVB permanent gegen eine Gummiwand rannte.
Klopp muss auf die Tribüne
"Das war eine erste Halbzeit, wie ich sie selten gesehen habe. Wir haben nicht so viel falsch gemacht, dass wir 0:2 hinten liegen. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt. Da war mehr Zug drin, und es war nicht die reine Brechstange. Aber wir haben nichts dafür bekommen", erklärte Klopp, der wieder einmal bestraft wurde.
Klopp erlebte die letzte Minute der BVB-Niederlage auf der Tribüne hinter der Auswechselbank. Es waren einige umstrittene Pfiffe von Schiedsrichter Deniz Aytekin, aber vermutlich mehr noch die Schmach der drohenden vierten Heimniederlage, die den Trainer von Borussia Dortmund in der Nachspielzeit angeblich aus der Fassung brachten.
"Ich habe nur reingerufen: Und da pfeifst du nicht? Allerdings mit meinem inzwischen weltbekannten Gesichtsausdruck. Aber dafür kann man mich nicht wegschicken", so Klopp, dem zwischenzeitlich mehrmals der Kragen platzte. Zum einen wegen der Schiedsrichter-Entscheidungen und zum anderen wegen der Ladehemmung seines Teams.
Den Anschlusstreffer zum 1:2 (0:2) durch Milos Jojic (77.) erlebte Klopp zwar noch an der Seitenlinie, die Pleite im Borussen-Duell musste er kurz vor dem Schlusspfiff aber in der Verbannung verkraften. "Wenn alle 80.000 im Stadion emotional aufgewühlt sind und nur einer kein Verständnis dafür hat, dann bis du eben weg", schob Klopp nach.
Obwohl ihm wieder einmal ein paar Sicherungen durchbrannten, richtet sich sein Blick bereits aufs kommende Champions-League-Rückspiel am Mittwoch gegen Zenit St. Petersburg. Nach dem 4:2 (2:0) im Hinspiel hat der BVB beste Chancen aufs Viertelfinale. Mit Klopp an der Linie, der seine Nerven in diesem Spiel besser im Zaum halten muss.

Sollte eine Maske tragen......ist schon zum lachen.......andere schreien auch das GANZE Spiel über auf das Spielfeld........und versuchen den Schiedsrichter zu beeinflussen........
AntwortenLöschenwarum immer wieder?
Löschen