Sonntag, 3. November 2013

Özil und Arsenal brennen auf Revanche gegen BVB

Arsenal gewinnt das rasante Spitzenspiel gegen Liverpool. Özil war stark, Mertesacker "beeindruckend". Nun soll in der Champions League der BVB dran glauben: "Wir werden gerissener auftreten."

Der FC Arsenal strotzt vor der Revanche bei Borussia Dortmund in der Champions League vor Selbstbewusstsein. Nach dem überzeugenden 2:0 (0:0) im Premier-League-Gipfel gegen den FC Liverpool haben die Gunners beim Duell am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) nur ein Ziel. Sie wollen auch in der Königsklasse wieder an die Spitze der Tabelle.

"Das war Fußball im Formel-1-Tempo. Es ist wunderbar, ein Gunner zu sein", schrieb Mesut Özil kurz nach dem Sieg bei Twitter. Während sich der Taktgeber des Arsenal-Wirbels noch freute, machte sich sein Teammanager schon Gedanken über das kommende Highlight.

"Die Partie bei Borussia Dortmund ist das nächste große Spiel, und wir sind in einer Position, in der wir unbedingt ein gutes Resultat brauchen", sagte Arsenals Coach Arsène Wenger: "Der Sieg gegen Liverpool bringt uns mental in einen besseren Zustand. Wir haben gezeigt, dass wir große Spiele gewinnen können." Der 64 Jahre alte Franzose drückte mit gewohnt gewählten Worten aus, wofür Arsenal derzeit steht: Selbstvertrauen pur. Meisterträume lehnt Wenger aber noch ab: "Es ist noch ein langer Weg zu gehen."

Özil legte das 2:0 auf

Beim Triumph über den Rivalen von der Merseyside legten Özil und Co. großes Tempo vor und erzielten zwei wunderbare Tore. Insbesondere der Treffer des Walisers Aaron Ramsey war auch die dritte oder vierte Zeitlupe wert. Nach einem feinen Zuspiel von Özil drosch der 22-Jährige den Ball zur Entscheidung in den Winkel (59.). Den Führungstreffer hatte Santi Cazorla erzielt (19.).
"Wir fahren nirgendwo mit Angst hin und werden in Dortmund noch etwas gerissener auftreten", sagte Ramsey nach dem Spiel: "Ich bin mir sicher, dass wir die Qualität sowie die Spieler haben, um dort ein gutes Resultat zu erreichen. Wir wollen wieder die Kontrolle über die Gruppe übernehmen."

Großen Anteil am Erfolg hatten aber auch Per Mertesacker und seine Kollegen in der Defensive. Liverpools Sturm-Duo Luis Suarez und Daniel Sturridge hatte vor dem Duell im Norden Londons bereits 14 Saisontore erzielt, gegen Arsenal gingen beide leer aus. "Unsere Abwehrleistung war außergewöhnlich. Wir hatten sie im Griff", lobte Coach Arsène Wenger. Mertesacker war etwas kritischer: "Man kann die beiden nicht komplett ausschalten. Gegen Ende haben wir ein paar Fehler gemacht, aber insgesamt haben wir das gut gelöst. In der ersten Halbzeit konnten sie keine einzige Chance kreieren."

Großes Lob für Mertesacker

Schon im Mittelfeld hatten die Gunners nach jedem Ball gegrätscht und den Spielaufbau der Gäste empfindlich gestört. In den vergangenen neun Liga-Spielen haben Mertesacker und Co. nur sechs Gegentore kassiert.

Die "Mail" nannte die Innenverteidigung "beeindruckend". Mertesackers Abwehrorganisation harmoniere perfekt mit Koscielnys Impulsivität. "Sollte Arsenal so weiterspielen, werden die Anhänger ernsthaft daran glauben, dass ihre Mannschaft zum ersten Mal nach 2004 wieder den Titel gewinnen kann", meinte das Blatt. Wenger könne es wagen, zu träumen, schrieb der "Guardian", auch wenn bis Weihnachten noch einige ungemütliche Spiele anstünden.

Vor dem Duell mit dem BVB wird der Franzose, der seit 1996 an der Spitze der Gunners steht, Jack Wilshere und Kieran Gibbs schonen. Mittelfeldmann Wilshere fehlte schon gegen Liverpool mit einer Entzündung im Knöchel, und Linksverteidiger Gibbs musste gegen die Reds mit Wadenproblemen ausgewechselt werden.

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