Vor dem Rückspiel in der Champions League gegen den FC Arsenal gesteht Jürgen Klopp: „Ich liebe Arsene Wenger.“ Dessen Spielweise ist Klopp aber zu leise. Er selbst brauche „Heavy Metal“ auf dem Platz. Darum ist ihm auch Barcelonas Tiki-Taka nicht gut genug.
Jürgen Klopp haut nicht einen raus, sondern zwei. Der FC Arsenal? „Das ist beinahe perfekter Fußball, aber wir wissen alle, dass sie in den letzten zehn Jahren keinen Titel gewonnen haben. […] Wer gewinnt Titel? Chelsea, aber mit anderem Fußball, würde ich sagen. Das ist die Philosophie von Arsene Wenger“, sagte der BVB-Trainer vor dem Aufeinandertreffen mit Arsenal am Mittwoch in der Champions League in einem Interview mit mehreren britischen Zeitungen über Vergleiche mit dem Trainer der Londoner. „Ich liebe diese Philosophie, aber ich kann sie nicht trainieren lassen, weil ich ein anderer Typ bin.“
Und der FC Barcelona? „Wenn ihre Mannschaft der letzten vier Jahre die erste gewesen wäre, die ich mit vier Jahren spielen gesehen hätte, mit ihrer Gelassenheit, wie sie 5:0 oder 6:0 gewinnen – da hätte ich lieber Tennis gespielt. Tut mir leid, das reicht mir nicht.“ Klopp will viel mehr.
Regen und Dreck im Gesicht
Bedeutet: „Regen, tiefer Platz, jeder ist dreckig im Gesicht und geht danach nach Hause und kann für die nächsten vier Wochen nicht mehr Fußball spielen. Das ist die Borussia.“ Klopp begreift es als Kompliment, wenn er als Nachfolger Wengers bei Arsenal gehandelt wird. Seine Vertragsverlängerung bis 2018 bei Borussia Dortmund beendete diese Spekulationen aber abrupt. Klopp stellt klar, dass er eben nicht wie Wenger ist; auf der Insel wird das in diesen Tagen gern behauptet. „Er mag es, den Ball zu haben, Fußball zu spielen, zu passen. Es ist wie ein Orchester. Aber es ist ein leises Lied. Ich stehe auf Heavy Metal.“
Ob Barcelona, Arsenal oder Arsene Wenger – Klopp ziert sich nicht vor großen Namen. Auch nicht vor Zlatan Ibrahimovic, mit dem er eines Tages gerne zusammenarbeiten würde. „Verrückte Spieler lieben mich. Ich weiß nicht, wieso“, sagte er.

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