Montag, 28. Oktober 2013

Revierderby: DFB ermittelt nach BVB-Randale

Sie brannten Pyrotechnik ab und randalierten: Der Auftritt von einigen BVB-Anhängern beim Revierderby gegen Schalke hat nun ein Nachspiel. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes wird Ermittlungen aufnehmen. Auch Vorfälle beim Ost-Derby in Dresden werden untersucht.

 Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird gegen Borussia Dortmund und Zweitligist Energie Cottbus Ermittlungsverfahren einleiten. Das bestätigte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Zunächst werden in beiden Fällen Stellungnahmen der Beteiligten eingeholt.

Fangruppen beider Vereine hatten am Wochenende mit dem Abbrennen von Pyrotechnik und Böllern für Spielunterbrechungen gesorgt. Beim Derby auf Schalke hatten BVB-Anhänger Bengalos in die benachbarten Fanblöcke geschossen.
Am Sonntag in Dresden wurde die Partie zwischen Dynamo und Cottbus für zehn Minuten unterbrochen, weil aus dem Energie-Block Bengalos und Böller auf das Spielfeld geworfen wurden.

Dortmund muss mit einer harten Strafe rechnen und will selbst konsequent gegen die Chaoten vorgehen. BVB-Sportdirektor Michael Zorc sagte der "Sport Bild": "Wenn Raketen in Zuschauerränge geschossen werden, hat das mit Fankultur nichts zu tun - das ist reine Selbstdarstellung, für die mir jegliches Verständnis fehlt. Wir werden mit null Toleranz vorgehen und durchgreifen."
Zorc und Club-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stehen in engem Kontakt mit Schalke, der Polizei und dem Ordnungsdienst. Sie wollen versuchen, die Täter kurzfristig zu ermitteln. Zorc gibt aber zu: "Dadurch, dass viele vermummt waren, ist es schwierig, Einzeltäter ausfindig zu machen."
Auch Cottbus-Präsident Ulrich Lepsch hatte schon vor der Einleitung der Untersuchung Konsequenzen für die Randalierer angekündigt: "Einige Unverbesserliche haben wir mit unserem eigenen Ordnungsdienst ermittelt", schrieb er auf der Internetseite des Clubs: "Wenn wir Namen haben, werden wir Stadionverbote aussprechen."

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