Montag, 2. September 2013

BVB startet so gut wie noch nie!

Mkhitaryan erzielt beide Treffer beim 2:1-Sieg in Frankfurt



Ein starker Henrikh Mkhitaryan hat Borussia Dortmund in einem Fußball-Spektakel zurück an die Spitze der Bundesliga geschossen. Der Neuzugang aus Armenien führte den BVB mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren zum 2:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt und war fast im Alleingang dafür verantwortlich, dass der Vize-Meister den Triple-Gewinner Bayern München mit einer makellosen Startbilanz wieder vom ersten Tabellenplatz verdrängte. Für die defensiv wacklige Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp war es der vierte Sieg im vierten Saisonspiel - Vereinsrekord eingestellt.

Mkhitaryan, der für 27,5 Millionen Euro aus Donezk nach Dortmund gekommen war, erzielte nach zehn Minuten auf Vorlage von Jakub Blaszczykowski sein Premierentor. Nach dem 1:1 von Vaclac Kadlec (36.), der ebenfalls erstmals in der Eliteklasse traf, schoss Mkhitaryan mit links von der Strafraumgrenze den Siegtreffer (56.).

"Ich fühle mich total wohl in Dortmund, aber ich glaube, wir müssen noch viel besser werden", sagte der Matchwinner bei Sky, "von den vier Siegen lassen wir uns nicht täuschen, wir müssen uns weiter steigern."

Vom Anpfiff weg boten Frankfurter Arena ein Offensivfeuerwerk. Nur zwei Tore zur Halbzeit waren nicht annähernd ein Ausdruck der Fülle an hochkarätigen Gelegenheiten. Die Gäste hätten nach 45 Minuten hoch führen müssen. Aber auch die Gastgeber, die am Donnerstag in die Gruppenphase der Europa League eingezogen waren, hatten ihre Chancen. Nach vier Minuten scheiterte Takashi Inui freistehend an BVB-Keeper Roman Weidenfeller, Sekunden später reagierte Eintracht-Torwart Kevin Trapp ähnlich glänzend gegen Blaszczykowski (5.). Fünf Minuten später machte es Mkhitaryan besser.

Von dem frühen Rückstand beeindrucken ließ sich das neu formierte Frankfurter Team aber nicht, es spielte weiter munter mit und kam zu Möglichkeiten. In der Folge hatte der BVB zahlreiche Chancen, Nuri Sahin, Marco Reus, Mchitarjan und Lewandowski scheiterten zunächst aber entweder im letzten Moment an der Eintracht-Abwehr oder an sich selbst. Das bestrafte Kadlec wenig später : Der Tscheche staubte nach einem Aigner-Kopfball an den Pfosten ab. Kurz vor dem Pausenpfiff sah Nationalspieler Mats Hummels Gelb nach einem Foul an Kadlec (45.+1), es war die erste Karte gegen den BVB in dieser Saison.

Auch nach der Pause bot die Partie beste Unterhaltung – vor allem, weil die Eintracht ihre Chance auf den ersten Heimsieg witterte. Mkhitaryan mit seinem Distanzschuss verpasste der Euphorie einen Dämpfer, aber beide Teams setzten das Offensivspiel fort.

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